
Gründung und Aufbau
Am 1. April 1951 wurde aus dem Kommunalen Wirtschaftsunternehmen der Stadt Erfurt (KWU) / Grundstücks- und Siedlungswesen der VEB Grundstücksverwaltung gegründet.
Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 6.000 – 7.000 Wohnungen in der Verwaltung der KWV.
Im Jahre 1953 erhöhte sich der Wohnungsbestand aufgrund von zahlreichen Enteignungen und der treuhänderischen Verwaltung von Fremdeigentum auf ca. 17.000 Wohnungen.
Gleichzeitig begann der Aufbau zentraler Werkstätten. Instandhaltungsgewerke vom Ofensetzer bis zum Dachdecker gehörten zum Mitarbeiterstamm der damaligen Grundstücksverwaltung.
1956-1960
Erster Umbruch
Das 1958 erlassene Gesetz zur Finanzierung des staatlichen Wohnungsbaus hatte zur Folge, dass sich alle staatlichen Gebäudebewirtschaftungsbetriebe unter dem gemeinsamen Namen „VEB Kommunale Wohnungsverwaltung“ zusammenschlossen. 94 Mitarbeiter waren damals bei der KWV angestellt.
Mit Gründung des VEB Stadtbau Erfurt musste die KWV, Teile ihrer zentralen Werkstätten zur „allgemeinen Wohnungsverwaltung“ abgeben.
Ein Neuaufbau der KWV-eigenen zentralen Werkstätten machte sich erneut erforderlich und wurde bis 1960 realisiert.
Erster Umbruch
Das 1958 erlassene Gesetz zur Finanzierung des staatlichen Wohnungsbaus hatte zur Folge, dass sich alle staatlichen Gebäudebewirtschaftungsbetriebe unter dem gemeinsamen Namen „VEB Kommunale Wohnungsverwaltung“ zusammenschlossen. 94 Mitarbeiter waren damals bei der KWV angestellt.
Mit Gründung des VEB Stadtbau Erfurt musste die KWV, Teile ihrer zentralen Werkstätten zur „allgemeinen Wohnungsverwaltung“ abgeben.
Ein Neuaufbau der KWV-eigenen zentralen Werkstätten machte sich erneut erforderlich und wurde bis 1960 realisiert.
Do it yourself
In allen Stadtgebieten wurden zwischen 1961 und 1965 sogenannte Mieterstützpunkte eingerichtet. Hier wurde zur Werterhaltung der Wohnung den Mietern Handwerkzeug und Material bereitgestellt. Ein besonderer Mieterservice waren Lehrgänge zur Anleitung und bei der Ausführung von Instandhaltungsmaßnahmen.
Ein weiterer Service waren die 20 Mieterwäschereien der KWV. Sie waren verteilt auf die Stadtgebiete Erfurts. Die Mieter konnten kostengünstig mit eigenem Waschmittel ihre Wäsche waschen und mangeln lassen.
Das erstes Erfurter Neubaugebiet entsteht
Am Johannesplatz entstand das erste Neubaugebiet in industrieller Plattenbauweise. Hier konnte die KWV 2040 Wohnungen an die Mieter übergeben.
Mit der Entwicklung der ersten fernbeheizten Häuser entstanden Umformstationen (Wärme vom Erzeuger bis zum Endverbraucher). Als Dienstleister bot die KWV die Umformstationen zur Nutzung für alle in der Stadt Erfurt angeschlossenen Häuser (Wohnblöcke, Betriebe, Schulen etc.) an.
Mit Gründung des Bau- und Reparaturkombinats Erfurt (BAK) musste die KWV wieder einen Teil ihrer Bauhauptgewerbe abgeben.
Der Neubau in Erfurt schreitet voran
1971 konnten in den Wohngebieten Rieth und am östlichen Juri-Gagarin-Ring die ersten fertig gestellten Neubauwohnungen an die Mieter übergeben werden.
Neben dem Weiterbau der Wohnkomplexe Rieth, Berliner Platz und Moskauer Platz entstand im Norden Erfurts das Wohngebiet Roter Berg.
Aus den zentralen Werkstätten der Kommunalen Wohnungsverwaltung wurden drei Bauhöfe in drei Stadtbezirken gebildet. Der Aufbau eines zentralen Fuhrparks begann.
Wärme über VEB Energieversorgung
Mit Beschluss vom Rat der Stadt Erfurt wurden alle Umformstationen einschließlich des Personals ausgegliedert und dem VEB Energieversorgung Erfurt übergeben.
Im gleichen Jahr begannen die Bauarbeiten in den Wohngebieten Kleiner und Großer Herrenberg, Wiesenhügel, Huttenplatz und südlicher Juri-Gagarin-Ring.
Erfurt und Wohnungsunternehmen im Wachstum
Erfurt hatte in dieser Zeit seine größte Einwohnerzahl mit 220.328 erreicht.
1989 befanden sich 817 Mitarbeiter im Dienste der KWV, und sie war damit einer der größten Arbeitgeber Thüringens.
Das Wohngebiet Drosselberg entstand ab 1986, sowie die fünfgeschossigen Häuser am südlichen Juri-Gagarin-Ring.
Das letzte Wohngebiet, das in industrieller Bauweise errichtet wurde, ist der Buchenberg. Hier gründete das Unternehmen die erste Wohneigentumsanlage mit 106 Wohneinheiten.
Politische Wende und weitere Veränderungen
Mit der politischen Wende vollzog sich 1990 eine der bedeutendsten Veränderungen in der Geschichte des Wohnungsunternehmens. Mittels einer Umwandlungserklärung beschloss man die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Vom Zeitpunkt der Umwandlungserklärung an bestand das Unternehmen unter dem Namen KOWO i.G. .
KWV wird Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt
Erste Angleichung der Mieten
KOWO beginnt mit Ausbildung
Die Umwandlung in die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt (KoWo mbH Erfurt) wurde Ende Februar 1991 abgeschlossen.
Das Wohnungsunternehmen begann sich als hundertprozentige Tochter der Stadt zu einem Dienstleistungsbetrieb in der Stadt Erfurt zu entwickeln.
Mit der Einführung in die Computertechnologie konnte der verwaltungstechnische Aufwand deutlich verringert werden.
Der Entstehung neuer Abteilungen stand die Ausgliederung der Heiz- und Fernwärmeversorgung gegenüber, die fortan das Energiekombinat Erfurt übernahm.
Durch die Zusammenfassung der einzelnen Regiebetriebe in eigenständige Gesellschaften verringerte sich auch die Arbeitnehmerzahl. Von ehemals 817 Mitarbeitern wurden 1991 noch 327 Angestellte beschäftigt. Dazu gehörten auch die Hausmeister und die Reinigungskräfte.
1991 begann die Angleichung der Mieten an die der alten Bundesländer.
Auf der Basis der Ersten und Zweiten Grundmietenverordnungen vom 17. Juni 1991 und 27. Juli 1992. So erhöhte sich die durchschnittliche Grundmiete von ca. 0,90 DM auf 6,90 DM pro m² Wohnfläche.
Die Erwartungen der Mieter waren in dieser Zeit auf die zügige Verbesserung der Wohnbedingungen durch Sanierung und Modernisierung der Wohnungen und Häuser gerichtet.
Zahlreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten begannen 1992 – meist im bewohnten Zustand.
Im gleichen Jahr begann die KOWO mit der Ausbildung junger Menschen zu Kaufleuten in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft.
Altschuldenhilfegesetz wird erlassen
Erste Mieterzeitschrift herausgegeben
Kaum eine Regelung des Einigungsvertrages beeinflusste die Entwicklung der ostdeutschen Wohnungswirtschaft so nachhaltig. Die sogenannten Altschulden entstanden durch die Kreditaufnahme bei der Staatsbank der DDR für den staatlichen Wohnungsbau.
Diese Kredite blieben nach 1990 gegenüber der Deutschen Bank bestehen und mussten getilgt werden. Doch es war fast kein ostdeutsches Wohnungsunternehmen in der Lage, Zins- und Tilgungszahlungen auf diese Altlasten zu leisten.
Das Altschuldenhilfegesetz sah die Kappung der Altschulden auf 150,00 DM pro m² Wohnfläche der belasteten Objekte vor. Als Gegenleistung für diese Teilentlastung musste sich jedes betroffene Unternehmen verpflichten, 15 % des Wohnungsbestandes zu privatisieren.
Die erste Ausgabe der Mieterzeitschrift „KoWo-Kurier“ erschien.
Neubau und Sanierung im Fokus
Mit ca. 46.400 Wohnungen verwaltete die KOWO mehr als die Hälfte des Erfurter Wohnungsbestandes.
Im September 1998 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubaukomplex Michaelisstraße/Ost mitten in der Altstadt.
Mit der Privatisierung von mehr als 3.650 Wohnungen, erfüllte die KOWO die Auflagen aus dem Altschuldenhilfegesetz.
Im Färberwaidweg und in der Singerstraße endeten 1999 die Sanierungsarbeiten zum seniorengerechten Wohnen.
Neubau und Sanierung im Fokus
Die neugebauten Wohnungen in der Michaelisstraße wurden im Jahr 2000 an die Mieter übergeben.
Am 17. Oktober des gleichen Jahres eröffnete das Unternehmen das KoWo-Center in der Michaelisstraße. Dieses Servicecenter mitten in der Innenstadt war die Schnittstelle zwischen Nachfrage und Angebot von Wohnungen. Die Mitarbeiter standen für allgemeine wohnungsbezogene Fragen, ebenso zur Vermietung der vier Gästewohnungen zur Verfügung.
Die Sanierungsmaßnahmen am Juri-Gagarin-Ring 128-130 wurden abgeschlossen. Besonderheit bei diesem Objekt ist die Solarthermie, die zum ersten Mal bundesweit vertikal in den Balkonverkleidungen angebracht wurde.
Einen erfolgreichen Abschluss fanden auch die Sanierungsarbeiten des Wohnkomplexes Adalbert-/ Waldemarstraße.
Der Abriss von Wohnungen beginnt
KOWO zieht in neue Gesschäftsstelle ein
Seit Mitte der 1990er Jahre hatten die Großwohnsiedlungen zunehmend Einwohner verloren. Die Folge waren Leerstände. Stadt und Wohnungsunternehmen erarbeiteten den ersten Masterplan „Erfurter Großwohnsiedlungen“. Das Ziel bestand darin, die Wohngebiete zu verkleinern und attraktiver zu machen.
Noch im Jahr 2001 begann die KOWO mit dem Abriss von Wohnungen in den von Bauschäden gezeichneten Häusern der Wilhelm-Busch-Straße 45 und 46. Damit war die KOWO das erste Wohnungsunternehmen, dass aufgrund von hohen Wohnungsleerstand in Erfurt mit dem Abriss begann.
Die Abteilung Umzugsmanagement wurde geschaffen, die die Mieter, in vom Abriss betroffenen Häusern, betreute. In der Vilniuser Straße 9-12 zog Anfang 2002 der letzte Mieter aus. Damit waren die Voraussetzungen für den Rückbau der 352 Wohnungen gegeben.
Im November 2002 zog die Hauptgeschäftsstelle der KOWO in das Gebäude des inzwischen von elf auf sechs Etagen rückgebauten und nun modern gestalteten ehemaligen Bauarbeiterhotels am Juri-Gagarin-Ring 148 ein.
Wohnwertverbesserung durch Modernisierung
Die abgeschlossenen Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäuden der Eugen-Richter-Straße 20, 21, der Dortmunder Straße 16 – 20, der Klausener Straße 22 – 25, 17/18, des Sorbenweges 41/42, des Ringsees 12 – 14 und der Mainzer Straße 40 haben die Wohnbedingungen der Mieter gezielt verbessert.
So wurden z.B. in der Mainzer Straße 40 119 kleine, nicht mehr am Markt nach gefragte Wohnungen zu 56 attraktiven Zwei-Zimmer-Wohnungen und neun 1-Zimmer-Wohnungen umgebaut. Zudem entstanden zwei barrierearme Wohnungen und eine Begegnungsstätte.
Zu den weiteren Baumaßnahmen gehörte die Sanierung der Parkpalette in der Prager Straße, deren Nutzung sehr begehrt bei den Bewohnern des Wohngebietes Berliner Platz war.
827 Wohnungen hatte die KOWO 2004 abgerissen. Durch das mieterorientierte Umzugsmanagement konnten die Mieter der Singerstraße, Hermann-Brill-Straße, Georg-Werth-Straße und Emma-Ihrer-Straße schnell ein neues Zuhause finden.
Mit der Modernisierung des Kabelnetzes wurden im gleichen Jahr begonnen. Die ersten 7.000 Wohnungen wurden im Erfurter Norden erschlossen.
Anpassung an den Markt – Fit für die Zukunft und sozial
Eine Anpassung der Unternehmensstrategie an die neuen Marktbedingungen machte sich erforderlich. Angesichts sinkender Bevölkerungszahlen und stagnierender Einkommensentwicklung befand sich die gesamte Wohnungswirtschaft im Umbruch.
Die KOWO hatte ein Programm entwickelt, mit dem sie zukunftsfähig gemacht wurde und in der Lage ist, für die Bewohner der Stadt langfristig ein Angebot von bezahlbarem Wohnraum sicherzustellen. Ziel war, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln und als professioneller, kundenorientierter Dienstleister zu agieren. Dazu wurden die Strukturen und Prozesse umstrukturiert und verschlankt.
Mit den neuen Strukturen stellte sich das Unternehmen nicht nur den Erfordernissen des Marktes, sondern nahm auch die Herausforderungen der Zukunft an, um den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden in immer stärkerem Maße gerecht werden zu können. Dies erforderte ein neues Servicekonzept. Dieses legte besonderen Wert auf eine deutlich verbesserte Erreichbarkeit – persönlich wie telefonisch.
Dementsprechend wurden die Servicezeiten verlängert. Es wurden modernste technische Voraussetzung für die Telefonie geschaffen.
Auch der persönliche Kontakt zu den Mietern und Mietinteressenten wurde intensiviert. Drei Kundenzentren standen dafür zur Verfügung.
Der konsequente Umbau der KOWO stand Anfang 2007 kurz vor seinem Abschluss.
Um das Unternehmen wirtschaftlich langfristig zu stabilisieren, wurden 5.100 Wohnungen an die DKB Immobiliengesellschaft AG verkauft für rund 156 Mio Euro.
Die Wirtschaftlichkeit der KOWO war nachhaltig sichergestellt. Um auch in Zukunft zeitgemäße und bezahlbare Wohnungen am Erfurter Wohnungsmarkt anzubieten, wurde die Sanierung und Modernisierung von KOWO-Gebäuden fortgeführt. Maßnahmen zur Energietischen Sanierung standen im Fokus zur Senkung bzw. Stabilisierung der Betriebskosten.
Im gleichen Jahr haben die ersten Mieterbeiratswahlen stattgefunden.
KOWO gibt mitten in der Innenstadt ein zu Hause für Vereine.
Erste Energieausweise erstellt
KoWo zertifiziert
Die KOWO veröffentlichte die Energieausweise ihrer Gebäude. 98 Prozent ihrer Wohnungen liegen im „energetisch grünen Bereich“.
Im August 2009 erhielt die KOWO das Zertifikat „audit berufundfamilie“ und auch damit bestätigt, dass sie familienbewusste Personalpolitik nachhaltig umsetzt.
Abriss beendet – Sanierungswelle beginnt
KOWO legt Sozialrendite vor
KOWO gewinnt den Preis soziale Stadt
Wohnungsunternehmen zwischen 2001 und 2009 insgesamt 4.111 Wohnungen vom Markt genommen.
Das Umzugsmanagement sicherte, dass von 2.326 betroffenen Wohnungen rund 70 Prozent der Mieter in 1.622 Wohnungen anderer KOWO-Häuser umzogen.
Sanierungsmaßnahmen erfolgten in den Wohngebieten Roter Berg, Huttenplatz, Wiesenhügel, Herrenberg.
Mit einem minimalen Leerstand von nur 1,9 Prozent schloss die KOWO das Jahr 2010 ab.
Mitten in der Innenstadt begannen die Sanierungen der Häuser Johannesstraße 170 und Futterstraße 1.
Der dritte und damit letzte Bauabschnitt der Sanierungsmaßnahmen im Wohngebiet Wiesenhügel wurde in diesem Jahr abgeschlossen. Insgesamt wurden in den letzten vier Jahren rd. 28 Millionen Euro in die Häuser mit 1.164 Wohnungen investiert.
Nach einer 12-monatigen Bauzeit wurde die Sanierung der Häuser Juri-Gagarin-Ring 52 – 66 und Breite Gasse 2 am südlichen Juri-Gagarin-Ring beendet.
Die Häuser Mittelstraße 2, 3, 7, 20 und 21, Häuser mit 24 Altbauwohnungen wurden einer grundhaften äußeren und inneren Sanierung unterzogen, die nur im unbewohnten Zustand durchgeführt werden konnte.
Im Rahmen der Fassadensanierung erhielten zwei Punkthochhäuser am Moskauer Platz Adaptionen der Moskauer Basilius-Kathedrale in unterschiedlichen Farbgebungen.
Mit dem Anbau einer Rampe an die Häuser Friedrich-Engels- Straße 51 – 54 wurde nunmehr auch hier ein barrierearmer Zugang wie zu 31 anderen KOWO-Häusern mit mehr als 6.000 Wohnungen geschaffen.
Den Wunsch nach Grün vor dem Haus, das man selbst gestalten und nutzen kann, erfüllte die KOWO den Mietern am Haus Moskauer Platz 18. Mit der Errichtung des Mietergartens auf 650 Quadratmeter Fläche können seither die Bewohner aktiv werden.
Ende 2011 legte die KOWO das Gutachten zur Sozialrendite vor. Errechnet wurde die KOWO-Sozialrendite durch das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft und Daseinsvorsorge der Universität Leipzig. In Summe wurden durch das Wohnungsunternehmen positive gesellschaftliche Effekte in Höhe von rund 3,1 Mio. EUR erzeugt.
Die KOWO wurde am 1. Juli 2014 für das Projekt „Gemeinsam aktiv vor Ort – Für ein Wohlfühlen im Wohngebiet Roter Berg“ im Rahmen des Wettbewerbes „Soziale Stadt“ 2014 mit einem Preis in Berlin ausgezeichnet.
Zuzug bringt Herausforderung
Seit 1990 versorgt die KOWO Spätaussiedler, jüdische Einwanderer, Bürger aus EU- und Nicht-EU-Ländern und Migranten mit Wohnraum. Inzwischen gehören sie zu den langjährigen KOWO-Mietern. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation in Deutschland ergaben sich auch für die KOWO neue Herausforderungen.
Ein Forschungsprojekt für die Zukunft
ermöglichte den nahtlosen Übergang zum zweijährigen Forschungsprojekt „Bezahlbares Wohnen durch preiswerten Wohnungsbau“.
Die Forschungskosten beliefen sich auf ca. 700.000 Euro.
Sanieren, Investieren, sozial
Die Sanierungsarbeiten in der Johannesvorstadt wurden abgeschlossen. Die im Bauhausstil errichteten Häuser der 1930iger Jahre im sogenannten „Hansablock“ wurden komplett saniert. Rund 10 Millionen Euro wurden in das Einzeldenkmal mit 143 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten investiert.
12 Rollatorendoppelboxen mit insgesamt 24 Stellplätzen wurden in der Mainzer Straße 7 – 18 errichtet, 28.000 Euro investiert.
Ein Graffito für den Johannesplatz in über 30 Meter Höhe am Giebel des Gebäudes Friedrich-Engels-Straße 54 wurde von den Künstlern Kai Siegel und Viktor Sobek erschaffen anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Wohngebietes.
Die Vordächer dreier Punkthochhaus-Eingänge am Johannesplatz wurden begrünt als Beitrag zum Klimaschutz.
Das älteste Gebäude auf der geschichtsträchtigen Krämerbrücke erhielt ein neues Dach.
Das KOWO-eigene Haus Nummer 20/21 datiert aus dem 14. Jahrhundert.
Die 2017 erhielt die KOWO den Thüringer Integrationspreis vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz für ihr Projekt „Fremde werden Nachbarn – Herzlich Willkommen bei der KoWo mbH Erfurt“.
Strangsanierungen im bewohnten Zustand
– für Mieter, KOWOund ausführende Firmen eine große Herausforderung, die im Jahr 2019 in den Häusern Juri-Gagarin-Ring 126c, Martin-Niemöller Straße 1, 2 und 4 begonnen und 2020 abgeschlossen wurden.
Um zukünftig den Mietern eine gute Unterkunft während der Bauarbeiten geben zu können, wurden in diesem Jahr 30 Wohnungen renoviert und, komplett eingerichtet und ausgestattet.
Komplett neu ausgestattet wurde KOWOs größter Clubraum (40 Personen) am Juri-Gagarin-Ring 9. Weitere 13 Clubräume stehen im gesamten Stadtgebiet den Mietern der jeweiligen Häuser für Nachbarschaftstreffs und Familienfeiern zur Verfügung.
„Für Biene & Co, Natur und Mensch“. Auf „Abriss“-Grundstück von ca. 2000 Quadratmeter ist eine Blumenwiese entstanden, mit deren Hilfe die Insektenlebensräume erweitert werden sollen. Ein ortsansässiger Imker bewirtschaftet das Grundstück und stellt seine Bienenvölker auf.
Neuausrichtungen
Mit aktuell rund 12.500 Wohnungen und 350 Gewerbeeinheiten ist die Kommunale Wohnungsgesellschaft Erfurt mbH der größte Vermieter in der Landeshauptstadt und deren 100-prozentige Tochter.
Die KOWO hat gute und bessere Zeiten erlebt und hat vor allem eines – am Markt bestehen können. Jetzt gilt es, das Unternehmen neu auszurichten an den Bedürfnissen eines sich verändernden Marktes.
Nach langen Jahren der Konsolidierung bereitet sich das Unternehmen darauf vor, Wohnungen stärker zu differenzieren und zu individualisieren. Die KOWO will – so der Anspruch – Vermieter für alle Erfurter sein. Neue Zielgruppen wollen erschlossen werden. Unterschiedliche Wohnformen,
unterschiedliche Ansprüche, unterschiedliche Altersgruppen – all dem gilt es gerecht zu werden. Den Bogen zu spannen zwischen der Entwicklung der bestehenden Gebäude und ihrer permanenten baulich-technischen Modernisierung unter Beibehaltung bezahlbarer Mieten einerseits und der Neuentwicklung von Bauprojekten andererseits – darin besteht die spannende Aufgabe.
Eine Tochter für die KOWO – mehr Wohnqualität für Mieter-Quartiersentwicklung
Um große Bauprojekte planen und schließlich umsetzen zu können, wurde das Tochterunteruntenehmen – die KOWO Bauservice GmbH (KBS) – gegründet, um die zielgruppenorientierte Modernisierung des Gebäudebestandes sicher zustellen und den Bau neuer Wohnungen voranzutreiben. Dessen Erhaltung wird trotz eines künftig erweiterten Portfolios weiter die Kernaufgabe bilden, um rund 30.000 Menschen ein gutes zu Hause in Erfurt zu ermöglichen.
Modern, ästhetisch und größer – Das KOWO – Ärztehaus am Moskauer Platz wird in Kur genommen. Über 5 Jahre wird die Immobilie im „bewohnten“ Zustand saniert.
„Leuchtturmprojekt Körner Straße 9/10“ – Der Architekturwettbewerb zur Gestaltung des 11-geschossigen Plattenbaus soll nicht nur die Lebensqualität der zukünftigen Mieter steigern, sondern auch das gesamte Wohnquartier aufwerten und Erfurt als innovative und lebenswerte Stadt hervorheben.
577 neu errichtete Radabstellplätze in Erfurter Wohngebieten-KOWO schafft ab sofort einen Mehrwert für Fahrradfahrende. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
Für eine neues Wohngefühl am Park Venedig – Abschluss der Komplexsanierung Huttenstraße 14-16 – 21 Wohnung
Der Bauabschluss unseres Bauprojekts einer integrativen Kindertagesstätte am Moskauer Platz wird gefeiert. Diese außergewöhnliche Einrichtung repräsentiert einen Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte als erste Kindertagesstätte, die von unserem Unternehmen erbaut
wurde.
Wir geben für unsere lang geplanten Neubau im Wohngebiet Moskauer Platz in der Tallinner Straße
den Startschuss. Im Wohnquartier Auenkamp entstehen 135 barrierefreies Wohnungen und Gewerbeeinheiten in systematisierten Bauweise. Baubeginn unseres Neubauprojektes Auenkamp 135 Wohnungen mit insgesamt 10.400 qm Wohn-und 400 qm Gewerbefläche
KOWO macht e-mobil – Mit dem neu eröffneten Ladestandort am Alfred-Delp-Ring 23 geht die KOWO beim Thema E-Mobilität einen wichtigen Schritt in die Zukunft.
Mit dem Einführen einer Stelle für Nachhaltigkeitsmanagement gehen wir einen wichtigen Schritt, um Umweltverantwortung und soziale Nachhaltigkeit in unseren Geschäftsbetrieb zu integrieren.
Die Schlüsselrolle des Nachhaltigkeitsmanagers besteht darin, Nachhaltigkeit in den Kern des Geschäftsbetriebs zu integrieren und sicherzustellen, dass das Unternehmen seinen sozialen und ökologischen Verpflichtungen gerecht wird.
Beginn der Komplexsanierung Falkenried 1-11 in der Erfurter Tiergartensiedlung – 66 Wohnungen werden zu 37 stilvollen Wohnungen entwickelt
75 Jahre KOWO: unser Kern bleibt-unser Anspruch wächst
KOWO begeht Jubiläum gemeinsam mit Mitarbeitern, Mieterbeiräten und Aufsichtsrat im Rahmen ihres neuen Marken Rollouts.
KOWO bleibt ein verlässlicher Vermieter. Gleichzeitig übernimmt sie heute mehr Verantwortung für Quartiere, nachhaltige Gebäude und die Entwicklung der Erfurter Stadtteile. Sie baut neu und investiert stärker in Modernisierung, Nachhaltigkeit und Wohnumfeld.
Aus diesem Grund haben wir unsere Marke weiterentwickelt – um sichtbar zu machen, wofür wir stehen:
• Verlässlichkeit im Bestand
• Engagement im Quartier
• Verantwortung für die Stadt